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Okt 15
Die UNO – auch für Schweizer Landfrauen wichtig

​Frauen in der Landwirtschaft haben mit grosser Ungleichheit zu kämpfen. Weltweit, aber auch in der Schweiz sind Frauen in landwirtschaftlichen Betrieben ihren Partnern oder Ehemännern nicht gleichgestellt. Meist arbeiten sie ohne Lohn und damit ohne soziale Absicherung. Kathrin Bieri ist Co-Geschäftsführerin des Schweizerischen Bäuerinnen- und Landfrauenverbandes (SBLV). Im März 2018 vertrat sie in New York an der 62. Sitzung der UNO-Kommission für die Stellung der Frau zum ersten Mal die Zivilgesellschaft in der offiziellen Schweizer Delegation.

Anlässlich des Internationalen Tags der Frau im ländlichen Raum am 15. Oktober, berichtet Kathrin Bieri im Kurzinterview, was sie aus ihrer Arbeit auf dem internationalen Parkett mitnimmt in die Schweiz.

©Schweizer Delegation CSW62 - Die Schweiz wurde durch Kathrin Bieri, Co-Geschäftsführerin des SBLV, Sylvie Durrer, Direktorin des Eidgenössischen Büro für die Gleichstellung von Mann und Frau EBG und EDA-Generalsekretär Markus Seiler vertreten.

Sie waren zum ersten Mal dabei, was hat Sie besonders beeindruckt?

Die geballte Ladung an Frauenpower und Männer, die sich weltweit für Frauenanliegen einsetzen!

Am meisten beeindruckt hat mich die Eröffnung des Kongresses mit den 170 Länderdelegationen. Die positive Aufbruch-Stimmung, das konstruktive Miteinander und der anregende Erfahrungsaustausch waren motivierend und inspirierend zugleich.

Es war hochinteressant, wie trotz der soziokulturellen Unterschiede und der sprachlichen Herausforderung gemeinsam an Lösungen gearbeitet wird. Und, dass unabhängig von der Herkunft, ob Entwicklungs- oder Industrieländer, «der Schuh am gleichen Ort drückt» und die Probleme identisch sind.

©Schweizer Delegation CSW62 / Sylvie Durrer an einer Podiumsdiskussion über die bessere Einbindung von Frauen in Entscheidungsprozessen an der Session der CSW62.

Welche Schwerpunkte hatte die Schweizer Delegation?

Die 62. Sitzung der UNO-Kommission für die Stellung der Frau (CSW62) tagte zum Thema «die Verwirklichung der Geschlechtergleichstellung und die wirtschaftliche Stärkung von Frauen und Mädchen im ländlichen Raum. Die Schweizer Delegation legte folgende Schwerpunkte:

  • Gleiche, uneingeschränkte Rechte für Frauen und Mädchen beim Zugang zu Land und finanziellen Mitteln für deren wirtschaftliche Unabhängigkeit
  • Die Anerkennung der unbezahlten Betreuungs-Arbeit
  • Die Möglichkeit, sich in die politische Arbeit einzubringen und den Anteil an Frauen in Entscheidungsgremien zu erhöhen.

Diese Themen standen für die Schweizer Delegation im Mittelpunkt. Wir arbeiten mit, um Schritt für Schritt Gleichberechtigung zu erreichen; die Zivilgesellschaft, dazu gehören auch wir (SBLV), setzt sich ein, damit Frauen weltweit das erhalten, was ihnen zusteht: gleiche Rechte und Wertschätzung. Eines Tages, so hoffen wir, wird nicht mehr über Gleichberechtigung geredet, sondern sie wird gelebt und ist selbstverständlich.

Video: Frauen sind in landwirtschaftlichen Organisationen untervertreten. Schweizer Bäuerinnen erzählen aus welchen Gründen sie sich engagieren.

 

Was nehmen Sie mit in die Schweiz?

Die Erkenntnis, dass wir weltweit für die genau gleichen Anliegen kämpfen. Dass wir auch in der Schweiz in Sachen Rechte der Frauen in ländlichen Gebieten noch einiges nachzuholen haben, teilweise in den genau gleichen Bereichen!

Das ist der direkte Nutzen der multilateralen Zusammenarbeit.

Für mich war das zugleich die Bestätigung unseres Engagements in der Schweiz, nicht nur auf dem internationalen Parkett. 

  • Auch hier müssen mehr Bäuerinnen und Landfrauen in landwirtschaftlichen Organisationen Einsitz haben und in der Politik die Landwirtschaft vertreten, nicht nur in Burkina Faso, Äthiopien, Côte d'Ivoire, Guatemala oder auf den Philippinen
  • Auch bei uns muss die unbezahlte Care-Arbeit sowie die Mitarbeit der Ehefrauen und Partnerinnen in bäuerlichen Betrieben anerkannt, abgegolten und die soziale Absicherung sichergestellt werden.

«Wir nehmen unsere Aussenpolitik mit in die Innenpolitik.»





Welches Thema steht für den Verband in der Schweiz nun im Vordergrund?

Die Mehrheit der Ehefrauen und Partnerinnen, die in landwirtschaftlichen Betrieben in der Schweiz arbeiten, werden nicht entlohnt. Sie gelten daher als nicht erwerbstätig. Das hat unmittelbare Folgen auf ihre soziale Absicherung:

  • sie verfügen nur über eine minimale AHV-Rente
  • sie beziehen weder Mutterschafts- noch Arbeitslosenentschädigung, was Frauen z.B. im Fall einer Trennung oder Scheidung vor grosse finanzielle Probleme stellt.

Das ist eine Situation, die nicht länger geduldet werden darf, weder in Entwicklungsländern, noch in der Schweiz!

Die soziale Absicherung von Familienmitgliedern die im Betrieb mitarbeiten ist ein wichtiges Anliegen. Es müssen diesbezüglich soziale Absicherungen gesprochen, und wie z.B. in Frankreich gesetzlich verankert werden.

In Frankreich existiert seit 2006 die Pflicht einer arbeitsrechtlichen Absicherung, sobald eine Person regelmässig auf einem Betrieb arbeitet, auch im Nebenerwerb. Dabei muss die Betriebsleitung einen Status definieren:

  • Arbeitnehmer mit Lohn und sozialer Absicherung

  • Teilhaberin oder Teilhaber mit Einkommen und Sozialversicherung

  • Mitarbeitende Partner mit sozialer Absicherung


Arbeitet eine Person ohne offiziell definierten Status, und demzufolge ohne soziale Absicherung, so entspricht das der Schwarzarbeit und wird rechtlich geahndet.

In der Schweiz strebt der Verband eine Lösung im Rahmen der Gesetzesrevision AHV21 an. Familieneigene Mitarbeitende, die nicht entlohnt werden, sollen mindestens mit dem Minimalbeitrag bei der AHV versichert werden müssen, analog der bestehenden Versicherung für Studierende und Nichterwerbstätige. Dies damit ihnen bei der späteren Rentenberechnung keine Beitragsjahre fehlen und Frauen mindestens eine Mutterschaftsentschädigung beziehen können.


«Frauen von heute warten nicht auf das Wunderbare, sie inszenieren ihre Wunder selbst.» 
Katharine Hepburn 1907-2003

 

Der Schweizerische Bäuerinnen- und Landfrauenverband SBLV

Der SBLV als schweizerischer Dachverband der kantonalen Bäuerinnen- und Landfrauenverbände gibt in der Schweiz rund 58'000 Bäuerinnen und Landfrauen eine Stimme. Seit 1932 setzt sich der SBLV in allen Kantonen und Sprachregionen aktiv für die Anliegen und die Rechte von Frauen und Familien im ländlichen Raum ein. Bemühungen zur Verwirklichung der Geschlechter-Gleichstellung und die wirtschaftliche Stärkung von Frauen und Mädchen im ländlichen Raum gehören zu den Kernaufgaben des Verbands. Deshalb war der SBLV Teil der offiziellen Delegation an der diesjährigen Sitzung der CSW.

Jahresbericht 2017 des SBLV


Okt 11
Frauen & Menschenrechte: Enkhjargal Davaasuren kämpft gegen häusliche und sexuelle Gewalt in der Mongolei

Im Jahr 2018 wird der 20. Jahrestag der Erklärung zu den Menschenrechtsverteidigerinnen und -verteidigern der Vereinten Nationen begangen. Aus diesem Anlass würdigt die Schweiz die Menschenrechtsverteidigerinnen.

 

Enkhjargal Davaasuren © WikipediaNach dem Gespräch mit der kolumbianischen Anwältin Luz Estella Romero treffen wir dieses Mal eine aussergewöhnliche Frau aus der Mongolei. 

Enkhjargal Davaasuren engagiert sich in ihrem Land für die Rechte der Frauen und Mädchen und kämpft insbesondere gegen häusliche und sexuelle Gewalt. Seit 2001 ist die Anwältin auch Direktorin der NGO «National Centre against Violence». Schätzungen der Organisation zufolge wird eine von drei mongolischen Frauen im Verlauf ihres Lebens Opfer von sexueller Gewalt.

Bild: Enkhjargal Davaasuren ©Wikipedia

Kommunismus mitverantwortlich für ihr Rechtsstudium

Enkhjargal Davaasuren wuchs im Dorf Galshir im Osten des Landes auf und träumte davon, Journalistin zu werden. Das kommunistische Regime, das bis in die 90er Jahre an der Macht war, entschied jedoch anders. «Unter dem alten System wies der Staat die Plätze an den Universitäten zu. So landete ich in Ulaanbaatar, der Hauptstadt des Landes, an der nationalen Universität der Mongolei, wo ich während sieben Jahren Recht studierte», erklärt sie.

Deshalb wurde Enkhjargal Davaasuren Anwältin. Heute setzt sie ihre Kenntnisse und Kompetenzen in den Dienst der Menschenrechte. Ihr familiäres Umfeld ist daran nicht ganz unschuldig. Vor allem ihre Mutter, selber langjähriges Mitglied einer Gewerkschaft, weckte in ihr den Wunsch, Frauen zu helfen und sich für ihren Schutz und ihre Rechte zu engagieren. In ihrem Elternhaus fanden viele Frauentreffen statt, an denen Petitionen unterzeichnet und bei Scheidungen oder häuslicher Gewalt Beratung vermittelt wurde. Die kleine Enkhjargal beobachtete alles, bevor sie später selber zu einer Akteurin des Wandels wurde.

2016: Inkrafttreten eines neuen Gesetzes nach einem langen Kampf

Gewalt in der Ehe ist in der Mongolei ein Tabuthema. «In der kommunistischen Zeit wurden Gewalttäter streng bestraft, und diese schweren Strafen hatten zur Folge, dass die Opfer Stillschweigen bewahrten. Die Frauen wollten die Stabilität ihrer Familie, insbesondere in finanzieller Hinsicht, nicht gefährden», so die Anwältin. «Nach der demokratischen Revolution von 1990 erkannten die Gerichte häusliche Gewalt und Vergewaltigung in der Ehe nicht mehr als Verbrechen an».

Ihre Organisation kämpft für einen besseren Schutz der von Gewalt betroffenen Frauen und Mädchen. Seit zwei Jahrzehnten setzen sich die Anwältin und ihr Team bei Politikerinnen und Politikern sowie in der Öffentlichkeit für die Opfer häuslicher Gewalt ein. Ihr Ziel? Einen Beitrag leisten zur Schaffung eines mongolischen Rechtssystems, das die Interessen der Opfer schützt.

Ihre Anstrengungen haben sich ausbezahlt. 2016 verabschiedete das mongolische Parlament eine Gesetzesänderung, mit der häusliche Gewalt unter Strafe gestellt wurde. Dies ist eine Premiere in der Geschichte der demokratischen Mongolei. Enkhjargal Davaasuren war Mitglied der Arbeitsgruppe, die diese Gesetzesreform erarbeitete.

Abschreckende Wirkung, aber Schweigen der Frauen

«Das Gesetz hatte eine unmittelbar abschreckende Wirkung», erklärt die Anwältin. «2015, im Jahr vor dem Inkrafttreten des Gesetzes, starben in der Mongolei 25 Frauen und Mädchen an den Folgen von häuslicher Gewalt. 2016 wurden noch 8 Todesfälle registriert». Zum Vergleich: In der Schweiz ist häusliche Gewalt durchschnittlich für 26 Todesfälle pro Jahr verantwortlich, wobei die Schweizer Bevölkerung 2,5-mal grösser ist als jene der Mongolei.

Die Frauen des asiatischen Landes müssen noch den Mut finden, das Schweigen zu brechen. Gemäss Enkhjargal Davaasuren steigt die Zahl der registrierten Fälle häuslicher Gewalt an. Dies zeigt, dass sich die Frauen langsam trauen, über diese Verbrechen zu sprechen. Es bleibt jedoch noch viel zu tun, denn oft zögern die Frauen immer noch, vor Gericht zu gehen. Im ersten Halbjahr 2016 erhoben 1066 Frauen und Mädchen Anklage wegen häuslicher Gewalt. Im Vergleich zur Vorjahresperiode entspricht dies einer Zunahme um 38 Prozent (Zahlen der UNO, 2016).


Heftiger und gefährlicher Widerstand

In der Mongolei ist es lebensgefährlich, gegen Gewalt an Frauen zu kämpfen. Enkhjargal Davaasuren erhält immer wieder Morddrohungen. Ihre Gegner werfen ihr vor, «Ideen aus dem Ausland zu importieren». Die Büros ihrer Organisation werden regelmässig angegriffen. Ermutigt durch die Dankbarkeit der vielen Frauen, denen sie geholfen hat, bleibt die Anwältin ihren Überzeugungen trotz allem treu.

«Der Druck, den wir mit unserem Handeln ausüben, muss konstant bleiben. Die anwaltschaftliche Arbeit ist nie zu Ende» betont die Fachfrau. Neben der politischen Arbeit stellte das «National Centre against Violence» ein Team von Anwältinnen und Anwälten zusammen, die die Opfer von häuslicher Gewalt kostenlos vor Gericht vertreten. Das in diesem Bereich sehr präsente und unumgängliche «National Centre against Violence» und seine Direktorin schufen zudem über die ganze Mongolei verteilt fünf Frauenhäuser. Hier finden Frauen und Mädchen Zuflucht, die Opfer von häuslicher Gewalt wurden.

Wichtige Arbeit mit den künftigen Generationen

Bildung ist ein zentraler Pfeiler im Kampf gegen diese Verbrechen. «Es ist wichtig, die künftigen Generationen einzubeziehen, damit sich wirklich etwas bewegt und ein Mentalitätswandel stattfindet. In einem männerdominierten und patriarchalen Umfeld wie in der Mongolei sind sich die Frauen ihrer Macht nicht bewusst», so die Anwältin weiter.

Seit 2014 koordiniert Enkhjargal Davaasuren die Aktivitäten von MONFEMNET, einem Zusammenschluss von 24 NGO, die sich für die Förderung der Rechte von Frauen und Mädchen engagieren. Die Programme haben zum Ziel, diese Thematik mit Sensibilisierungs- und Informationskampagnen, die sich insbesondere an Mädchen richten, in die Öffentlichkeit zu tragen.

Vor diesem Hintergrund begleitet die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) das Projekt von MONFEMENT, das Frauen, die in politische Ämter gewählt wurden, zum Handeln ermuntern will. Die DEZA führt zudem ein Datenprojekt durch, mit dem verlässliche Statistiken zu geschlechtsspezifischer Gewalt bereitgestellt werden sollen, damit dieses Phänomen besser erfasst und angemessen darauf reagiert werden kann.

Zum Schluss des Interviews möchte Enkhjargal Davaasuren eine Botschaft an alle Mädchen der Welt richten: «Wir müssen uns stark fühlen, vor allem als Kollektiv. Die Frauen müssen zusammen einen gesellschaftlichen Wandel herbeiführen. Dafür müssen systemische Herausforderungen gemeistert und kollektive Antworten gefunden werden.»

«Die Frauen müssen zusammen einen gesellschaftlichen Wandel herbeiführen. Dafür müssen systemische Herausforderungen gemeistert und kollektive Antworten gefunden werden.»  E.D., Mongolei



Okt 02
Tsunami in Indonesien – Die Schweiz leistet humanitäre Hilfe

Nach einem Erdbeben der Stärke 7.5 rollte letzten Freitag eine meterhohe Welle über einen Teil der westlichen Küste der indonesischen Insel Sulawesi. Der Tsunami forderte bis anhin weit über tausend Todesopfer, unzählige Verletzte und verursachte immense materielle Schäden.

Das Erdbeben mit Stärke 7.5 ereignete sich auf der indonesischen Insel Sulawesi. ©EDA

Grosse Teile des 300 Kilometer langen Küstenabschnitts sind bis jetzt noch unzugänglich. Neben der Suche nach Überlebenden fehlen vor allem Wasser, Nahrungsmittel, Medikamente und Notunterkünfte. Am Montag dem ersten Oktober bat die indonesische Regierung in Jakarta um internationale Hilfe. Die Schweiz reagierte umgehend und entsandte am Montagabend eine Delegation des Schweizerischen Korps für Humanitären Hilfe (SKH) in das Katastrophengebiet. Ziel ist die Stadt Palu, welche verheerenden Folgen der Welle am meisten zu spüren bekam.

Im Interview erklärt Manuel Bessler, Chef des Direktionsbereichs Humanitäre Hilfe der DEZA, die nächsten Schritte des Schweizer Engagements vor Ort:

 

In welchen Bereichen wird die Schweiz intervenieren und mit welchen Mitteln?

«Wasser ist immer eine Schwierigkeit. Wir haben aber sehr gute Kenntnisse im Bereich Wasser. Auf Sulawesi geht unter anderem darum, verseuchtes Wasser zu analysieren, zu reinigen und nach den Tests an die Bevölkerung zu verteilen.


Ein weiterer Bereich ist die medizinische Versorgung: Es ist immer wieder wichtig zu betonen, dass es viele Verletzte gibt, die Hilfe brauchen - aber auch, dass das Leben weitergeht. Nehmen wir zum Beispiel Schwangerschaften und Geburten. Also das, was auch für uns jeden Tag anfällt. Neben der Hilfe für Verletzte setzt sich die Schweiz deshalb auch für das Aufrechterhalten der medizinischen Grundversorgung ein.

Zusätzlich legen wir von der Humanitären Hilfe einen Fokus auf Notunterkünfte. 50'000 Menschen auf Sulawesi sind ohne Obdach.


Weil es ein Erdbeben gab, reisen Baustatiker mit nach Indonesien. Sie sagen uns beispielsweise, ob wir in dieses Spital oder in jenes Hotel gehen können, obwohl es da oder dort einen Riss im Gebäude hat. Stellen Sie sich vor, den Menschen oder auch unserem Team in dem Gebäude würde etwas passieren. Das wäre verheerend für unsere Operation und würde die lokalen Behörden noch weiter belasten.


Das sind die vier Domänen, die wir der indonesischen Regierung vorgeschlagen und konkretisiert haben. Jetzt schauen wir was die lokalen Behörden wollen. Wir wissen, dass ein Interesse nach Wasser und medizinischer Unterstützung besteht.»


Koordiniert die Schweiz ihre Hilfsaktion mit anderen Staaten?

«Es ist sehr wichtig Doppelspurigkeiten zu vermeiden. Dazu haben wir bereits zwei Personen vor Ort. Sie sind in Bangkok stationiert, flogen am Montagmorgen nach Jakarta und stellen die Verbindungen mit den Behörden, dem Roten Kreuz und den UNO-Organisationen wie dem Welternährungsprogamm und der Weltgesundheitsorganisation sicher. Es ist wichtig, dass die Schweiz als Akteurin neben anderen tätig sein kann und dass jeder Akteur mit seiner Expertise eine Nische besetzen kann»

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Montag, 14h30, Bern

An der Sitzung der Einsatzleitung der Humanitären Hilfe des Bundes kommen verschiedene Spezialisten des EDA zu Wort, um eine Bestandsaufnahme der Situation zu machen. Auf der Agenda stehen die neuesten Mitteilungen der indonesischen Regierung, die Katastrophenbeurteilung, die dringenden Bedürfnisse der Bevölkerung und die Unterstützung durch die Schweiz und ihr Schweizerisches Korps für Humanitäre Hilfe.



Im Katastrophenfall reagiert die Schweiz schnell und schickt Expertenteams vor Ort. An diesem Montag packen sieben Schweizer Experten ihre Koffer und fliegen gleichentags von Kloten nach Jakarta. Danach geht es unmittelbar weiter ins Katastrophengebiet. In Bern arbeitet das Logistikteam unter Zeitdruck daran, die Ausrüstung für die Experten zusammenzustellen.



Jeder Experte verfügt über eine eigene Ausrüstung, je nach Tätigkeitsbereich. Hier ist das Arbeitsmaterial eines Mitglieds des Schweizerischen Korps für Humanitäre Hilfe der Fachgruppe «Information». Seine Aufgabe ist es, die Unterstützung der Schweiz zu dokumentieren und die relevanten Informationen an die Einsatzzentrale nach Bern zu schicken.




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No, this isn't actually my picture. I just haven't gotten around to updating this section. It's good to know that someone is reading every last word though. Thanks!