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Dez 10
Tweets des EDA 2019

​Die Tweets des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten zu offiziellen Aktivitäten, aktuellen Ereignissen und zur öffentlichen Diplomatie bewegen die Internetnutzerinnen und -nutzer.

Wie präsentiert das EDA die verschiedenen Facetten der Schweizer Aussenpolitik auf Twitter? Erfahren Sie mehr über die Twitter-Accounts des EDA und die 2019 veröffentlichten Tweets.

69 offizielle Twitter-Accounts gibt es im EDA. Sie stehen für die verschiedenen Tätigkeitsfelder des Departements. Die Palette reicht von Organisationseinheiten wie der Humanitären Hilfe des Bundes oder Präsenz Schweiz bis zu thematischen Schwerpunkten wie der Agenda 2030. Auch das Aussennetz ist auf Twitter präsent. Die Missionen der Schweiz bei der UNO, die Botschaften und die Konsulate verwalten zahlreiche Twitter-Accounts. Einflussreiche Persönlichkeiten des EDA haben ihren eigenen Account, so etwa Bundesrat Ignazio Cassis, Botschafterinnen und Botschafter sowie Bereichsleiterinnen und Bereichsleiter.

24'486 Tweets und Retweets wurden 2019 (1.1. bis 3.12.) auf den 69 Accounts gepostet. Den Twitter-Accounts des EDA folgen insgesamt 248'985 Personen.


Meldungen zu offiziellen Aktivitäten und Veranstaltungen

Weltweit sind drei Viertel der Regierungen auf Twitter präsent; die Schweiz bildet keine Ausnahme. Das EDA ist die Stimme der Schweiz im Ausland und nutzt Twitter, um ein möglichst breites Publikum zu erreichen. Die täglichen Tweets informieren über das EDA, über diplomatische Treffen und über die Teilnahme der Schweiz an wichtigen internationalen Treffen.

Der Tweet von Bundesrat Cassis anlässlich seines Treffens mit US-Aussenminister Michael Pompeo in Bellinzona wurde 200-mal gelikt, 60-mal weiter getweetet und ausgiebig kommentiert. Auch der Tweet der Schweizer Mission bei der UNO in Genf zur erfolgreichen Initiative für weibliche Titelbezeichnungen für Diplomatinnen stiess auf Interesse.

Es wird viel getwittert, denn schliesslich sollen sämtliche Handlungsfelder des Departements abgedeckt werden. Die Palette reicht von der Einweihung eines Musterhauses in der Demokratischen Republik Kongo, das mit Unterstützung der DEZA errichtet wurde (Tweet), bis zur Meldung der Schweizer Botschaft in Saudi-Arabien zur Vereinfachung des Visaverfahrens (Tweet).

Schlüsselthemen wie die Beziehungen der Schweiz zu ihren globalen Partnern, ihr Engagement für Frieden, Sicherheit und nachhaltige Entwicklung sowie die konsularischen Angelegenheiten stehen dabei besonders im Zentrum.

Plattform für die Stellungnahmen des EDA

Das EDA nutzt Twitter auch, um über aktuelle internationale Ereignisse zu informieren und darauf zu reagieren. Es nimmt zum Beispiel Stellung zu einem Vorfall, ruft zur Einhaltung der Menschenrechte auf, verleiht seiner Solidarität Ausdruck und verbreitet zahlreiche andere Nachrichten.

Nach den Überschwemmungen vom April 2019 im Iran kündigte die Schweizer Botschaft im Iran beispielsweise die Unterstützung der Humanitären Hilfe des Bundes an (Tweet). Im August sprach die Schweizer Botschaft in Mexiko den Opfern einer tödlichen Schiesserei ihr Beileid aus (Tweet). Im Oktober reagierte Bundesrat Ignazio Cassis auf die türkische Militäroffensive in Syrien und verlangte eine rasche Stellungnahme des Sicherheitsrats (Tweet). Und Botschafterin Siri Walt, Chefin der Abteilung Subsahara-Afrika und Frankophonie, gratulierte der Berner Sprinterin Mujinga Kambundji zu ihrer Medaille an der Leichtathletik-Weltmeisterschaft (Tweet).

Tweets haben den Vorteil, dass sie weltweit unmittelbar verfügbar sind, und werden von den Internetnutzerinnen und -nutzern geschätzt. Als Visitenkarte der Beziehungen der Schweiz zu ihren Bürgerinnen und Bürgern und zur internationalen Gemeinschaft tragen sie dazu bei, ein Klima des Vertrauens und des gegenseitigen Verständnisses zu schaffen. Manchmal schliesst sich die Schweiz digitalen Solidaritätsbekundungen an. Die Schweizer Botschaft in Washington nahm beispielsweise am 8. März 2019 an der Twitter-Kette zum Internationalen Tag der Frau teil (Tweet).

Öffentliche Diplomatie

Twitter ist das Netzwerk der öffentlichen Diplomatie. In der Welt des kleinen blauen Vogels kann die Schweiz auf eine persönlichere und kreativere Weise kommunizieren. Damit kann sie das Image des Landes und seiner Diplomatinnen und Diplomaten fördern und ihre Interessen verteidigen.

Heinrich Schellenberg, der Schweizer Botschafter in Argentinien, nutzte die Plattform für die kulinarische Diplomatie. Das Foto, das ihn mit einer Empanada, einem typischen Gericht der argentinischen Küche, in der Hand zeigt, löste eine Welle der Begeisterung aus (Tweet). Bundesrat Cassis' Tweet, in dem er dem Schweizer Eurovisionskandidaten zum vierten Platz gratulierte, wurde 300-mal gelikt. Die Schweizer Botschaft in Berlin setzte bei der Eröffnung ihres Accounts auf Humor, was sehr gut ankam (Tweet). Die kleine Meldung der Botschaft «Nein, es gibt keinen geheimen Tunnel zum Bundeskanzleramt» oder «Wir wechseln keine Schweizer Franken» blieb in der Twittersphäre nicht unbemerkt.

Die Accounts sind öffentlich. Folgen Sie dem EDA! Die Liste der verschiedenen Accounts des EDA finden Sie hier.

2 Fragen an …


Arnaud Bonvin

Kommunikationsbeauftragter
Soziale Medien im EDA


Auf welchen anderen Social-Media-Plattformen ist das EDA präsent?

Das EDA ist täglich in den sozialen Netzwerken aktiv, insbesondere auf Twitter, Facebook, Instagram, LinkedIn und Youtube. Es verfügt über 219 offizielle Accounts mit insgesamt 1’851’713 Abonnentinnen und Abonnenten. Die Accounts werden von Bern aus oder direkt vom Aussennetz verwaltet. Wir wählen den Kommunikationskanal je nach Eigenschaften, Zielpublikum oder Funktionalitäten.

In welchen Sprachen kommuniziert das EDA in den sozialen Netzwerken?
Die offiziellen Sprachen der von der Schweiz aus verwalteten Accounts sind Deutsch, Italienisch, Französisch und Englisch. Die Botschaften und Konsulate verwenden viele weitere Sprachen wie etwa Chinesisch, Russisch oder Arabisch. Dies aus dem offensichtlichen Grund, dass unsere Partner in der Welt unsere Nachrichten so besser verstehen.

 

 Weiterführende Informationen

Social Media des EDA, Liste der Konten

Dez 04
Unbeschwert Reisen – Travel Admin machts möglich

Die Schals sind eng um den Hals gezogen, die Luft ist klirrend kalt, sodass der Atem im Bart gefriert. Der Duft von Tigerbalsam begleitet einen wochenlang. Es ist Zeit an die Wärme zu fliegen oder sich an einem Weihnachtsmarkt unter einen Heizstrahler zu stellen. Sand in der Badehose, der Einsatz von Imodium nach dem Genuss undefinierbarer Getränke aus dem All-Inclusive-Automaten oder zu viel Glühwein neben dem Stand mit den Weihnachtskerzen nehmen Reisende in Kauf. Das sind Bagatellen im Vergleich dazu, was im Ausland sonst noch alles passieren kann. Jede Reise sollte gut geplant sein – mit der Travel Admin App des EDA.

Die Zeit zum Packen ist knapp – Travel Admin sorgt vor

Es ist schon Mittwoch und am Samstag geht es los. Alles stürzt auf einen ein. Die Kinder haben noch einen Impftermin, das Projekt im Büro muss bis Freitagabend abgeschlossen werden und die Hausverwaltung schickt am Donnerstag Handwerker vorbei. Die Koffer stehen aber noch im Keller.

Hier helfen die länderspezifischen Reisechecklisten der Travel Admin App. Sie können an die persönlichen Bedürfnisse angepasst werden, nichts geht vergessen. Planen Sie Ihre Reise im Zug, beim Warten auf den Bus oder in der Mittagspause. Einzig das Packen kann Ihnen die App nicht abnehmen.

Ferien sind schön, bergen aber auch Risiken

Geschafft, die Koffer wurden von der freundlichen Dame am Check-In auf die unergründlichen Wege des Flughafenförderbands geschickt, die Kinder mit einem Sandwich ruhiggestellt und handkehrum betrachtet man die Welt von oben. Die Nerven liegen blank nach 10 Stunden Flug, alle Teile des Körpers schmerzen und die Hitze schlägt einem ins Gesicht. Nach und nach legt sich der Stress. Der weisse Sandstrand, die wohlverdiente Ruhe, riesige Sandburgen und tropische Drinks beruhigen die Gemüter. Ein Besuch auf dem lokalen Markt bringt jedoch wieder Unruhe in die Auszeit. Pässe, Bargeld und Kreditkarten sind weg.

 

Travel Admin ist auch für solche Fälle ausgerüstet. Über die App kann die Helpline EDA für rasche Hilfe kontaktiert werden. Zusätzlich finden Sie die lokalen Notfallnummern von Polizei, Ambulanz und Feuerwehr. Wenn es unabdingbar ist, einen provisorischen Pass für die Ausreise zu beantragen, kann über die Anwendung einfach die nächstgelegene Schweizer Vertretung, die alle notwendigen konsularischen Dienstleistungen anbietet, gefunden und aufgesucht werden.

Nach der Reise ist vor der Reise

Wieder zuhause. Zwei Wochen Südsee haben Körper und Geist gutgetan. Die Arbeitskolleginnen und -kollegen schielen neidisch auf den neuerworbenen Teint und man gibt sich entspannt den neuen Abenteuern des Arbeitslebens hin. Die Zeit verstreicht und der Wunsch nach der nächsten Auszeit rückt allmählich in den Fokus. Auch dabei hilft die Applikation.

 

Mit den Reisehinweisen des EDA können Sie sich ausführlich über Ihr nächstes Reiseziel informieren. Sie geben sicherheitsrelevante Angaben, zum Beispiel Anhaltspunkte zu Kriminalität, Verkehr und Infrastruktur, besondere rechtliche Bestimmungen und die lokale medizinische Versorgung. Der nächsten Reise steht also nichts im Weg.

Tsunami, Terroranschlag oder Tornado – Was nun?

Allerdings begleiten leider politische Unruhen, Naturkatastrophen oder Terroranschläge vermehrt unsere Gesellschaft. Verschiedene Ereignisse in der jüngsten Vergangenheit machen dies deutlich.

 

Wenn sich eine akute Krisensituation bei Ihrer Reisedestination anbahnt, gibt die Travel Admin App eine Warnung und bietet die Möglichkeit, den Lieben zuhause ein Lebenszeichen zu schicken, damit diese nicht in Sorge verzweifeln.

Doch malen wir den Teufel nicht an die Wand. Reisen ist nach wie vor sicher, trotzdem kann immer etwas passieren. Helfen kann die gute und verantwortungsvolle Vorbereitung. Mit der Travel Admin App als kleiner Helfer in der Hosentasche geniessen Sie Ihren Urlaub entspannter.

 


Botschafter Johannes Matyassy, Direktor Konsularische Direktion

«Alles hat ein Ende, auch der Lebenszyklus einer App. Mit der Ablösung der bisherigen itineris-Reise-App durch die neue App Travel Admin haben wir ein benutzerfreundliches und modernes Instrument lanciert. Mit dieser App und ihren neuen Funktionen, wie zum Beispiel den Reisechecklisten, der Dokumentenhinterlegung oder der Standortübermittlung können sich die Nutzer optimal auf ihre Reise vorbereiten und haben auch während der Reise Zugriff auf nützliche Informationen, auch von Partnerorganisationen, wie UBS und Swissinfo. Alles bereit für Sie, wir sind für Sie da und ich wünsche Ihnen eine sorgenfreie und entspannte Reisezeit.»


 


Nov 27
Sahel: grosse und komplexe Herausforderungen

Der Sahel erstreckt sich vom Senegal im Westen bis zum Sudan im Osten über neun afrikanische Länder. Er zählt zu den gefährdetsten Gegenden der Welt. Dürren, exponentielles Bevölkerungswachstum und eine akute Sicherheitskrise aufgrund terroristischer Gruppen stellen enorme Herausforderungen dar.

Um die Region bei der Bewältigung dieser vielschichtigen Herausforderungen zu unterstützen, arbeitet das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) gleichzeitig in drei Bereichen: humanitäre Hilfe, menschliche Sicherheit und Südzusammenarbeit.

Gewalt, Bevölkerungswachstum und anhaltende Trockenheit

Der Aufstand eines Teils der Tuareg-Bevölkerung im Norden Malis Ende 2011 und die anschliessende Absetzung von Präsident Amadou Toumani Touré haben die ganze Region erschüttert. Mehrere islamische Gruppen nutzten das Chaos für eine Besetzung des schwach besiedelten Nordens. Nach Angaben der britischen Organisation «Conflict Armament Research» profitierten sie vom Zerfall des libyschen Staates, aus dem angeblich ein Grossteil der Waffen stammte.

Danach breitete sich die Gewalt auch in Burkina Faso und im Grenzgebiet zu Niger aus. Der Tschad tritt gegenüber den Geberländern als Ordnungshüter der Region auf.

Abgesehen von diesen Gewaltausbrüchen erlebt die Gegend ein in der Menschheitsgeschichte beispielloses Bevölkerungswachstum. Die US-amerikanische NGO «Population Reference Bureau» geht davon aus, dass sich die Bevölkerung von derzeit 22,4 Millionen Menschen bis 2050 nahezu verdreifachen wird. Mit diesem rasanten Wachstum gehen beträchtliche Herausforderungen einher. Die Sahelländer müssen die für die zukünftigen Generationen nötigen Lebensgrundlagen schaffen. Bildung, Gesundheit und Beschäftigung sind zentrale Themen.

Eine weitere Herausforderung ist die Klimaerwärmung, die bereits deutlich spürbar ist. In einigen Regionen sind die Niederschläge so stark zurückgegangen, dass nichts mehr gesät werden kann, weil die Böden zu hart sind. Die kultivierbaren Flächen werden knapp, was zu steigenden Lebensmittelpreisen führt.

Frauen im Zentrum der Aktivitäten der Schweiz

Die drei EDA-Instrumente – humanitäre Hilfe, menschliche Sicherheit und Südzusammenarbeit – werden in den folgenden Bereichen gleichzeitig eingesetzt: wirtschaftliche und ländliche Entwicklung, Grundbildung und Berufsbildung, Gouvernanz und Frieden.

Für die DEZA ist ausserdem die Geschlechtergleichstellung ein zentrales Thema. Die Frauen spielen im Sahel eine wichtige Rolle bei der wirtschaftlichen Entwicklung und der Friedensförderung. Die Schweiz unterstützt sie in ihren Bemühungen, ihre Einkommen zu verbessern und ihre Mitwirkung in Entscheidungsorganen zu stärken.
 
Gründe genug für die DEZA, die neuste Ausgabe ihres Magazins «Eine Welt» dem Thema «Sahel, Herausforderungen und Projekte» zu widmen.Vollständige Online-Version


Der Artikel wurde von der Journalistin und Redakteurin Zélie Schaller für EDA interaktiv geschrieben.

 «Eine Welt» hat einen Onlineauftritt

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Mit der letzten Ausgabe 2019 wagt «Eine Welt» den Schritt ins digitale Zeitalter. Die neue Plattform beleuchtet Entwicklungsthemen mit multimedialen Inhalten für ein interessantes Leseerlebnis.



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No, this isn't actually my picture. I just haven't gotten around to updating this section. It's good to know that someone is reading every last word though. Thanks!