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Dez 04
Unbeschwert Reisen – Travel Admin machts möglich

Die Schals sind eng um den Hals gezogen, die Luft ist klirrend kalt, sodass der Atem im Bart gefriert. Der Duft von Tigerbalsam begleitet einen wochenlang. Es ist Zeit an die Wärme zu fliegen oder sich an einem Weihnachtsmarkt unter einen Heizstrahler zu stellen. Sand in der Badehose, der Einsatz von Imodium nach dem Genuss undefinierbarer Getränke aus dem All-Inclusive-Automaten oder zu viel Glühwein neben dem Stand mit den Weihnachtskerzen nehmen Reisende in Kauf. Das sind Bagatellen im Vergleich dazu, was im Ausland sonst noch alles passieren kann. Jede Reise sollte gut geplant sein – mit der Travel Admin App des EDA.

Die Zeit zum Packen ist knapp – Travel Admin sorgt vor

Es ist schon Mittwoch und am Samstag geht es los. Alles stürzt auf einen ein. Die Kinder haben noch einen Impftermin, das Projekt im Büro muss bis Freitagabend abgeschlossen werden und die Hausverwaltung schickt am Donnerstag Handwerker vorbei. Die Koffer stehen aber noch im Keller.

Hier helfen die länderspezifischen Reisechecklisten der Travel Admin App. Sie können an die persönlichen Bedürfnisse angepasst werden, nichts geht vergessen. Planen Sie Ihre Reise im Zug, beim Warten auf den Bus oder in der Mittagspause. Einzig das Packen kann Ihnen die App nicht abnehmen.

Ferien sind schön, bergen aber auch Risiken

Geschafft, die Koffer wurden von der freundlichen Dame am Check-In auf die unergründlichen Wege des Flughafenförderbands geschickt, die Kinder mit einem Sandwich ruhiggestellt und handkehrum betrachtet man die Welt von oben. Die Nerven liegen blank nach 10 Stunden Flug, alle Teile des Körpers schmerzen und die Hitze schlägt einem ins Gesicht. Nach und nach legt sich der Stress. Der weisse Sandstrand, die wohlverdiente Ruhe, riesige Sandburgen und tropische Drinks beruhigen die Gemüter. Ein Besuch auf dem lokalen Markt bringt jedoch wieder Unruhe in die Auszeit. Pässe, Bargeld und Kreditkarten sind weg.

 

Travel Admin ist auch für solche Fälle ausgerüstet. Über die App kann die Helpline EDA für rasche Hilfe kontaktiert werden. Zusätzlich finden Sie die lokalen Notfallnummern von Polizei, Ambulanz und Feuerwehr. Wenn es unabdingbar ist, einen provisorischen Pass für die Ausreise zu beantragen, kann über die Anwendung einfach die nächstgelegene Schweizer Vertretung, die alle notwendigen konsularischen Dienstleistungen anbietet, gefunden und aufgesucht werden.

Nach der Reise ist vor der Reise

Wieder zuhause. Zwei Wochen Südsee haben Körper und Geist gutgetan. Die Arbeitskolleginnen und -kollegen schielen neidisch auf den neuerworbenen Teint und man gibt sich entspannt den neuen Abenteuern des Arbeitslebens hin. Die Zeit verstreicht und der Wunsch nach der nächsten Auszeit rückt allmählich in den Fokus. Auch dabei hilft die Applikation.

 

Mit den Reisehinweisen des EDA können Sie sich ausführlich über Ihr nächstes Reiseziel informieren. Sie geben sicherheitsrelevante Angaben, zum Beispiel Anhaltspunkte zu Kriminalität, Verkehr und Infrastruktur, besondere rechtliche Bestimmungen und die lokale medizinische Versorgung. Der nächsten Reise steht also nichts im Weg.

Tsunami, Terroranschlag oder Tornado – Was nun?

Allerdings begleiten leider politische Unruhen, Naturkatastrophen oder Terroranschläge vermehrt unsere Gesellschaft. Verschiedene Ereignisse in der jüngsten Vergangenheit machen dies deutlich.

 

Wenn sich eine akute Krisensituation bei Ihrer Reisedestination anbahnt, gibt die Travel Admin App eine Warnung und bietet die Möglichkeit, den Lieben zuhause ein Lebenszeichen zu schicken, damit diese nicht in Sorge verzweifeln.

Doch malen wir den Teufel nicht an die Wand. Reisen ist nach wie vor sicher, trotzdem kann immer etwas passieren. Helfen kann die gute und verantwortungsvolle Vorbereitung. Mit der Travel Admin App als kleiner Helfer in der Hosentasche geniessen Sie Ihren Urlaub entspannter.

 


Botschafter Johannes Matyassy, Direktor Konsularische Direktion

«Alles hat ein Ende, auch der Lebenszyklus einer App. Mit der Ablösung der bisherigen itineris-Reise-App durch die neue App Travel Admin haben wir ein benutzerfreundliches und modernes Instrument lanciert. Mit dieser App und ihren neuen Funktionen, wie zum Beispiel den Reisechecklisten, der Dokumentenhinterlegung oder der Standortübermittlung können sich die Nutzer optimal auf ihre Reise vorbereiten und haben auch während der Reise Zugriff auf nützliche Informationen, auch von Partnerorganisationen, wie UBS und Swissinfo. Alles bereit für Sie, wir sind für Sie da und ich wünsche Ihnen eine sorgenfreie und entspannte Reisezeit.»


 


Nov 27
Sahel: grosse und komplexe Herausforderungen

Der Sahel erstreckt sich vom Senegal im Westen bis zum Sudan im Osten über neun afrikanische Länder. Er zählt zu den gefährdetsten Gegenden der Welt. Dürren, exponentielles Bevölkerungswachstum und eine akute Sicherheitskrise aufgrund terroristischer Gruppen stellen enorme Herausforderungen dar.

Um die Region bei der Bewältigung dieser vielschichtigen Herausforderungen zu unterstützen, arbeitet das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) gleichzeitig in drei Bereichen: humanitäre Hilfe, menschliche Sicherheit und Südzusammenarbeit.

Gewalt, Bevölkerungswachstum und anhaltende Trockenheit

Der Aufstand eines Teils der Tuareg-Bevölkerung im Norden Malis Ende 2011 und die anschliessende Absetzung von Präsident Amadou Toumani Touré haben die ganze Region erschüttert. Mehrere islamische Gruppen nutzten das Chaos für eine Besetzung des schwach besiedelten Nordens. Nach Angaben der britischen Organisation «Conflict Armament Research» profitierten sie vom Zerfall des libyschen Staates, aus dem angeblich ein Grossteil der Waffen stammte.

Danach breitete sich die Gewalt auch in Burkina Faso und im Grenzgebiet zu Niger aus. Der Tschad tritt gegenüber den Geberländern als Ordnungshüter der Region auf.

Abgesehen von diesen Gewaltausbrüchen erlebt die Gegend ein in der Menschheitsgeschichte beispielloses Bevölkerungswachstum. Die US-amerikanische NGO «Population Reference Bureau» geht davon aus, dass sich die Bevölkerung von derzeit 22,4 Millionen Menschen bis 2050 nahezu verdreifachen wird. Mit diesem rasanten Wachstum gehen beträchtliche Herausforderungen einher. Die Sahelländer müssen die für die zukünftigen Generationen nötigen Lebensgrundlagen schaffen. Bildung, Gesundheit und Beschäftigung sind zentrale Themen.

Eine weitere Herausforderung ist die Klimaerwärmung, die bereits deutlich spürbar ist. In einigen Regionen sind die Niederschläge so stark zurückgegangen, dass nichts mehr gesät werden kann, weil die Böden zu hart sind. Die kultivierbaren Flächen werden knapp, was zu steigenden Lebensmittelpreisen führt.

Frauen im Zentrum der Aktivitäten der Schweiz

Die drei EDA-Instrumente – humanitäre Hilfe, menschliche Sicherheit und Südzusammenarbeit – werden in den folgenden Bereichen gleichzeitig eingesetzt: wirtschaftliche und ländliche Entwicklung, Grundbildung und Berufsbildung, Gouvernanz und Frieden.

Für die DEZA ist ausserdem die Geschlechtergleichstellung ein zentrales Thema. Die Frauen spielen im Sahel eine wichtige Rolle bei der wirtschaftlichen Entwicklung und der Friedensförderung. Die Schweiz unterstützt sie in ihren Bemühungen, ihre Einkommen zu verbessern und ihre Mitwirkung in Entscheidungsorganen zu stärken.
 
Gründe genug für die DEZA, die neuste Ausgabe ihres Magazins «Eine Welt» dem Thema «Sahel, Herausforderungen und Projekte» zu widmen.Vollständige Online-Version


Der Artikel wurde von der Journalistin und Redakteurin Zélie Schaller für EDA interaktiv geschrieben.

 «Eine Welt» hat einen Onlineauftritt

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Mit der letzten Ausgabe 2019 wagt «Eine Welt» den Schritt ins digitale Zeitalter. Die neue Plattform beleuchtet Entwicklungsthemen mit multimedialen Inhalten für ein interessantes Leseerlebnis.



Nov 20
30 Jahre Kinderrechtskonvention

Das Übereinkommen über die Rechte des Kindes, das am 20. November 1989 im Rahmen der UNO abgeschlossen wurde, betrachtet Kinder offiziell als Rechtssubjekte und schreibt die Anerkennung und den Schutz der universell gültigen Grundrechte der Kinder fest. Bei allen Massnahmen, die Kinder betreffen, ist das Wohl des Kindes vorrangig zu berücksichtigen. Dieser Schutz ist die Grundlage einer Konvention, die innerhalb der Vereinten Nationen einzigartig ist: Bis auf ein Land haben alle 197 Mitgliedstaaten das Übereinkommen ratifiziert.

Die Konvention schützt die Kinder in allen Lebensbereichen. Sie legt den unentgeltlichen Besuch der Grundschule fest, garantiert die Gesundheitsversorgung und verbietet den Staaten die Eingliederung von Kindern unter fünfzehn Jahren in ihre Streitkräfte. Sie betont ausserdem die Rolle der Familie und die Gewährleistung der Entwicklung des Kindes. Grundsätzlich garantiert sie ein Diskriminierungsverbot, stärkt die Partnerschaften für Kinder und fördert die Jugendgerichtsbarkeit. In der Schweiz trat das Übereinkommen am 26. März 1997 in Kraft. Für die Umsetzung sind zahlreiche Behörden zuständig. Das Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) übernimmt die Koordination und erstattet dem UNO-Ausschuss über die Rechte des Kindes alle fünf Jahre Bericht über die Umsetzung der Verpflichtungen in der Schweiz.

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Anlässlich des 30-jährigen Bestehens dieses wichtigen Menschenrechtsinstruments finden diesen Herbst in Genf verschiedene Veranstaltungen statt. Die Federführung übernimmt der Verein «30 Jahre Kinderrechte», der auf Initiative von Dr. Jean Zermatten, dem ersten Schweizer Mitglied im UNO-Kinderrechtsausschuss, und Prof. Philip Jaffé, dem heutigen Vertreter im Ausschuss, gegründet wurde.

Kinderreporter im Einsatz

In diesen Tagen findet am Genfer UNO-Sitz eine bedeutende Konferenz statt. Kinderrechtlerinnen und Kinderrechtler aus aller Welt, Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Lehre sowie auch Kinder treffen sich zu Gesprächen über das Wohlergehen und die Rechte von Kindern und Jugendlichen und richten die Aufmerksamkeit der Weltöffentlichkeit auf diese Themen. Die dreitägige Konferenz ist der Höhepunkt einer Reihe von Veranstaltungen, die im Verlauf des Jubiläumsjahres 2019 stattfanden – auch mit der Unterstützung des EDA. Während der letzten Monate waren die Kinder aufgerufen, sich als Reporter mit dem Thema auseinanderzusetzen. Mehr als 400 Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 2 und 18 Jahren und aus verschiedenen Ländern waren dem Aufruf gefolgt. Von Genf über Lateinamerika bis Afrika entstanden über 150 Beiträge, die im Oktober am Ufer des Genfersees öffentlich ausgestellt wurden. Auch während der Konferenz stehen die Kinder im Einsatz und kümmern sich höchstpersönlich um die sozialen Medien der Plattform ChildRightsHub.

Ein Beispiel für eine Reportage:



Die Meinung des Experten


Philip Jaffé ist Professor für Psychologie und Direktor des interfakultären Zentrums für Kinderrechte der Universität Genf. 2018 ernannte ihn der Bundesrat in den UNO-Kinderrechtsausschuss, der die Umsetzung des Übereinkommens in den Mitgliedstaaten überwacht. Stolz nahm Philip Jaffé die Wahl an. Er freute sich ganz besonders, dass jemand mit einem sozialwissenschaftlichen Hintergrund das von Juristinnen und Juristen geprägte Gremium bereichern darf. «Kinder sind zu komplexe Wesen, als dass sich nur Rechtsexperten mit ihnen beschäftigen sollten.»

Die Konvention und ihre Bestimmungen seien noch zu wenig bekannt, manchmal sogar unter Fachleuten, bedauert Philip Jaffé. «In diesem Jubiläumsjahr können wir das Übereinkommen in Erinnerung rufen und aufzeigen, dass es Grundsätze festschreibt, die es in der Berufspraxis anzuwenden gilt – mit einem klaren Nutzen». Jeder Staat muss sein Möglichstes tun, um die Achtung der Kinderrechte zu gewährleisten, Kinder vor jeglicher Form von Diskriminierung zu bewahren und ihre Identität zu schützen. Familienzusammenführung, freie Meinungsäusserung und Vereinigungsfreiheit sind weitere konkrete Rechte, die in der Konvention verankert sind.

Die Wahrung der Kinderrechte in der Schweiz hat seit 1997 zweifellos grosse Fortschritte erzielt. Dennoch bestehen in mancher Hinsicht Herausforderungen. Problematisch sind einerseits die Umsetzung in einem föderalistischen System und andererseits die konservative Einstellung: «Die Schweiz gehört in diesem Bereich weltweit zu den Besten. Doch warum getraut sie sich nicht, Spitzenreiterin zu werden?» Der Westschweizer Experte ist der Auffassung, dass es zum Beispiel eine zielgerichtete öffentliche Debatte zum Thema Körperstrafe braucht. «Sämtliche wissenschaftlichen Studien haben aufgezeigt, dass Körperstrafen ineffizient sind. In der Schweiz sind sie noch nicht verboten, in anderen Ländern hingegen haben Verbote und Aufklärung Positives bewirkt. Es herrscht dringender Handlungsbedarf, denn jedes fünfte Kind ist Opfer von Gewalt.» Nicht zu unterschätzen sei auch das Phänomen der Armut: «Es ist traurig zu sehen, dass in einem so wohlhabenden Land 80 000 Kinder in Armut leben.»

Dennoch ist Philip Jaffé zuversichtlich, denn das Bewusstsein zum Thema Kinderrechte nehme zu. So wurden zum Beispiel beim Mitspracherecht von Kindern und Jugendlichen bei Entscheidungen, die sie betreffen, erhebliche Fortschritte erzielt. Darüber hinaus setzt sich die Schweiz in der internationalen Zusammenarbeit aktiv ein: «Die Direktion für Zusammenarbeit und Entwicklung unterstützt weltweit verschiedene Projekte, bei denen sie ihre Erfahrung im Bereich der Lehrlingsausbildung einbringt. Und schliesslich leistet sie auch finanzielle Beiträge an mehrere nichtstaatliche Menschenrechtsorganisationen.»

 

Entstehungsgeschichte der Konvention

•    Anfang des 20. Jahrhunderts: erste Grundsätze für den medizinischen, gesellschaftlichen und rechtlichen Schutz von Kindern in Europa
•    1919: Der Völkerbund gründet einen Ausschuss zum Schutz von Kindern
•    1924: Die Genfer Erklärung anerkennt als erstes internationales Dokument die besonderen Rechte der Kinder und betont die Verantwortung der Erwachsenen
•    1947: Gründung des Kinderhilfswerks der Vereinten Nationen
•    1953: UNICEF wird eine ständige internationale Organisation
•    1959: Erklärung der Rechte des Kindes mit 10 Grundsätzen, die den Weg für eine weltweite Anerkennung ebnen
•    1979: Internationales Jahr des Kindes
•    1989: Das UNO-Übereinkommen über die Rechte des Kindes mit 54 Artikeln wird einstimmig angenommen
•    1997: Die Schweiz ratifiziert die Konvention und setzt sie in Kraft

Kinderrechte in der Schweiz
Mit dem Kredit «Kinderrechte» koordiniert der Bund die Umsetzung der UNO-Kinderrechtskonvention und deren Bekanntmachung in der Schweiz. Zu diesem Zweck subventioniert er Partnerorganisationen, die gesamtschweizerisch oder sprachregional im Bereich der Kinderrechte tätig sind.


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No, this isn't actually my picture. I just haven't gotten around to updating this section. It's good to know that someone is reading every last word though. Thanks!