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Nov 17
Zukunftsperspektiven für Georgiens Dorfjugend

In Georgien verlassen viele Jugendliche nach der obligatorischen Schulzeit ihre Dörfer, um in der Hauptstadt Tbilissi zu studieren oder Arbeit zu finden. Ganz anders Medea und Giorgi, die entschlossen sind, am wirtschaftlichen Leben ihrer Heimatdörfer mitzuwirken.

Der Film nimmt uns mit auf eine Reise durch Georgien und führt uns zu Medea und Giorgi, die beide Gelegenheit erhielten, eine landwirtschaftliche Ausbildung zu absolvieren. Seit 2013 unterstützt die DEZA dort den Aufbau eines dualen Berufsbildungssystems, das Theorie und Praxis vereint.

Eine Begegnung mit Medea und Giorgi

Wir fahren zuerst in den Westen Georgiens, in die Region Samegrelo, wo Medea Pachkoria mit ihren Eltern und ihren beiden Schwestern lebt. Die Familie baut Obst und Gemüse für den lokalen Markt an. Dank Medeas Ausbildung im Obst- und Gemüseanbau ist das Einkommen der Familie gewachsen, und die Anbaufläche konnte vergrössert werden.

Danach fahren wir Richtung Osten, in die Region Kakheti, wo Giorgi Amiridze lebt. Er machte eine Ausbildung als Tierarzt für Nutztiere und fand sofort Arbeit, die Nachfrage nach Spezialisten ist gross auf diesem Gebiet. Im Gegensatz zu seinem Bruder, der wegging, um an der Universität Wirtschaftswissenschaften zu studieren, war Giorgi fest entschlossen zu bleiben, denn für ihn begründen Dörfer die Stärke eines Landes. Die Mehrheit der Georgierinnen und Georgier scheinen diese Ansicht nicht zu teilen, wenn man das eindrückliche Wachstum von Tbilissi in den letzten Jahren betrachtet: Fast die Hälfte der Bevölkerung lebt in der Hauptstadt.

Neue Perspektiven für Jugendliche in der Landwirtschaft

Die Landwirtschaft ist indes zentral für die Zukunft des Landes. Das gemeinsam vom Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen und der georgischen Regierung durchgeführte Projekt soll die Landwirtschaft für Jugendliche attraktiver machen, namentlich durch bessere Einkommensaussichten und Ausbildungsangebote, die besser auf die Bedürfnisse der Betriebe abgestimmt sind. Die Schweiz kann hier ihr Know-how einbringen, denn sie verfügt über ein bewährtes Berufsbildungssystem: Die Schweiz weist mit einer Jugendarbeitslosigkeit von rund 8% eine der niedrigsten Quoten Europas auf. In Georgien liegt sie bei rund 30%.

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