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Mai 19
Die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung : Ein neuer Rahmen für die internationale Zusammenarbeit

Nach drei Jahren teilweise zähen Verhandlungen war es am 25. September 2015 endlich so weit: An einem Gipfeltreffen in New York wurde die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung von den 193 UNO-Mitgliedstaaten verabschiedet. Damit einigten sie sich auf ein neues Rahmenwerk, das 17 universelle Ziele und 169 Unterziele umfasst und von allen Ländern umgesetzt werden soll. Gleichzeitig wird es bis 2030 die internationale Zusammenarbeit orientieren, auch diejenige der Schweiz.

Die Ziele sind ehrgeizig: Extreme Armut überwinden, Hunger und Unterernährung sowie die Diskriminierung von Frauen und Mädchen beenden oder den Zugang aller Menschen zu Trinkwasser, Schulbildung und Gesundheitsdienstleistungen sichern. Gleichzeitig sollen ein breitenwirksames und nachhaltiges Wirtschaftswachstum gefördert und die Umwelt in all ihren Facetten geschont werden. Damit ist es gelungen, die drei Dimensionen nachhaltiger Entwicklung (Wirtschaft, Soziales und Umwelt) ausgewogen in einem globalen Zielrahmen zu vereinen.

Die Schweiz setzte sich in den Verhandlungen stark und erfolgreich dafür ein, dass die Umsetzung der Agenda 2030 und ihrer Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals SDGs) in allen Ländern erfolgt, alle Entwicklungspartner (privat und öffentlich) zusammen bringt sowie anhand eines globalen Überprüfungsmechanismus gemessen und weltweit nachvollzogen werden kann.

Der Bundesrat hat die neue Agenda von Anfang mitgetragen und sich im Dezember 2015 dafür ausgesprochen, die Umsetzung in der Schweiz und durch die Schweiz rasch an die Hand zu nehmen.

Die Agenda 2030 und die internationale Zusammenarbeit der Schweiz

Die internationale Zusammenarbeit der Schweiz, über deren Ausrichtung 2017-2020 das Parlament in diesem Jahr berät, ist gut aufgestellt, um mit ihren Aktivitäten einen bedeutenden Beitrag zur Erreichung der Ziele zu leisten. Sie unterstützt ihre Partnerländer bei der Neuorientierung ihrer nationalen Entwicklungspolitik an der Agenda 2030. An den neuen globalen Zielen werden auch die Anstrengungen der Schweiz in der Entwicklungszusammenarbeit, der humanitären Hilfe sowie der menschlichen Sicherheit ausgerichtet.

Die Schweizer Programme sollen künftig von einer noch breiteren Akteursgemeinschaft getragen werden. Eine entscheidend wichtige Rolle für die Erreichung der Ziele kommt der Privatwirtschaft zu. Deshalb will die Schweiz ihre privat-öffentlichen Partnerschaften zur Förderung der nachhaltigen Entwicklung in den kommenden vier Jahren verdoppeln. Dadurch sollen nicht nur die Wirkung erhöht, sondern auch zusätzliche Mittel für die nachhaltige Entwicklung mobilisiert werden.

Mit der komplementären und kohärenten Umsetzung der Agenda 2030 der Schweiz auf nationaler und internationaler Ebene wird sie einen gewichtigen Beitrag zur Erreichung der Nachhaltigkeitsziele leisten. Aber sie kann dies nur in enger Zusammenarbeit und Abstimmung mit ihren internationalen Entwicklungspartnern tun, denn nach wie vor sind in den Entwicklungs- und Schwellenländern die grössten Fortschritte nötig. Lediglich im Verbund einer globalen Partnerschaft lässt sich der Schweizer Beitrag weiter entfalten und die mit der Agenda 2030 angestrebte Transformation der Welt verwirklichen.


Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung der Schweiz

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