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Okt 08
Tour de Suisse der Botschafterinnen und Botschafter

Ein Projekt, elf Etappen, Dutzende Anlässe, Hunderte Fragen und Tausende Teilnehmerinnen und Teilnehmer. «Meet the Ambassadors», eine originelle Initiative für den Austausch der Öffentlichkeit mit Diplomatinnen und Diplomaten Ende diesen Sommer, war ein grosser Erfolg. Ziel der Veranstaltung war es, der Bevölkerung auf anschauliche Weise und im direkten Kontakt Einblick zu geben in die Aufgaben und die wichtige Rolle der rund 360 Diplomatinnen und Diplomaten im In- und Ausland, die zur Förderung und Vertretung der aussenpolitischen Interessen der Schweiz beitragen.


Warum ist Diplomatie wichtig?

Die Vertreterinnen und Vertreter der Schweizer Diplomatie wechselten für einmal ihre Rollen: Immer wieder Lächeln, Händeschütteln, aber vor allem ausführlich auf die vielen Fragen zu ihrer Tätigkeit eingehen waren ihre Hauptaufgaben. Sie nutzten ihren Aufenthalt in der Schweiz nicht nur für die Teilnahme an der jährlichen Botschafterkonferenz, sondern auch für einen Besuch in ihren Heimatkantonen. Mehr als 70 Diplomatinnen und Diplomaten reisten quer durch die Schweiz – von Frauenfeld bis Lausanne und von Lugano bis Basel –, um einem interessierten Publikum von ihrer Tätigkeit zu berichten. Für das EDA war «Meet the Ambassadors» eine wichtige Initiative, um in der Öffentlichkeit auf die Bedeutung der Diplomatie für den Aufbau und die Pflege guter Beziehungen mit anderen Ländern hinzuweisen.

Diplomatinnen und Diplomaten vertreten in den internationalen Foren die Positionen der Schweiz, pflegen gezielt Kontakte zum Schutz der Interessen unseres Landes, unterstützen einheimische Unternehmen im Ausland und fördern das Image der Schweiz weltweit. Sie sind aber auch im Kulturbereich und in der Entwicklungszusammenarbeit sowie in der Förderung des Friedens und der Menschenrechte tätig. Das EDA legt grossen Wert darauf, dass die Bevölkerung diese Tätigkeit und deren Auswirkungen auf die Schweiz besser kennt.

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«In der Welt zuhause, in der Schweiz daheim»

Mit diesen Worten beschrieb Paul Seger, Schweizer Botschafter in Berlin, seine Wurzeln. Staatssekretärin Pascale Baeriswyl nahm sie bei der Lancierung des Projekts «Meet the Ambassadors» wieder auf.

Während der gesamten Tour de Suisse waren das Interesse und der Enthusiasmus der Bevölkerung spürbar. Es war eine einmalige Gelegenheit, eine Veranstaltung des Bundes mit hochrangigen Vertreterinnen und Vertretern der Bundesverwaltung auf Kantonsboden durchzuführen. Gross war die Neugier des Publikums: darunter über 2500 Studentinnen und Studenten, 1500 Besucherinnen und Besucher an den öffentlichen Anlässen und rund 500 Wirtschaftsleute. Die Tour startete am 19. August 2019 in Scuol und endete am 6. September 2019 in Sion. Viel Aufsehen erregte das alte Postauto, mit dem die Diplomatinnen und Diplomaten unterwegs waren.

Am Puls der Bevölkerung

Wer sich Zeit nahm, die Botschafterinnen und Botschafter zu treffen, kam auf seine Rechnung. Das Publikum stellte allgemeine Fragen zur Bewältigung von diplomatischen Krisen und zum Familienleben im Ausland, aber auch vereinzelte Fragen zur geopolitischen Lage eines spezifischen Landes oder zu einem typischen Tagesablauf einer Botschafterin oder eines Botschafters. Ein Sammelsurium an Fragen! Unter den Teilnehmenden waren zudem viele Jugendliche, die sich für den Diplomatenberuf interessieren und wissen wollten, wie die Anforderungen für eine solche Karriere aussehen. Es gab auch Raum für die Anliegen der Bevölkerung und ihre aussenpolitischen Prioritäten.

Die Botschafterinnen und Botschafter hatten Gelegenheit, während der Vorträge, Apéros und runden Tische den Puls der Bevölkerung zu fühlen und zu verstehen, was sie von dieser neuen Initiative «Meet the Ambassadors» halten.


Die Ansichten der Besucherinnen und Besucher

 

Pascale Baeriswyl, Staatssekretärin EDA

«Wir haben 16 Kantone in allen vier Sprachregionen der Schweiz besucht, mit rund 2’500 Schüler/innen debattiert, mit Kantons- und Gemeindebehörden diskutiert und mit über 1’500 Menschen auf Dorfplätzen geplaudert. An 11 Tagen reisten während dem Meet the Ambassadors 70 Diplomatinnen und Diplomaten des EDA in Teams in ihre Heimatkantone, um im Gespräch unserer Aussenpolitik ein Gesicht zu geben. Herzlichen Dank an alle für diesen Erfolg!»

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