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Apr 24
Wordcloud zum Thema Multilateralismus und die Schweiz

Die aktuellen Herausforderungen – etwa Armut, Klimawandel, Konflikte oder humanitäre Katastrophen – machen in ihrer globalen Tragweite nicht vor Ländergrenzen Halt. Vor diesem Hintergrund ist die multilaterale Zusammenarbeit von entscheidender Bedeutung.

2019 wird der Multilateralismus 100 Jahre alt. Der Völkerbund wurde vor einem Jahrhundert gegründet. Wir haben die Prioritäten der Schweiz im Bereich des Multilateralismus in einer Wortwolke zusammengestellt. Je grösser die Wörter sind, desto wichtiger sind diese Aspekte.

Pascale Baeriswyl, Staatssekretärin für auswärtige Angelegenheiten, erklärt, was sich hinter dieser Wolke verbirgt.



Frau Baeriswyl, wie lautet die wichtigste Botschaft, die man im Zusammenhang mit dieser Wordcloud zur Schweiz und zum Multilateralismus in Erinnerung behalten sollte?

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«Was ist Multilateralismus? Ein ständiger Interessenausgleich zwischen Partnerinnen und Partnern auf Augenhöhe!

Dass der Multilateralismus vor 100 Jahren im humanitären Genf mit der Gründung der Société des Nations einen starken institutionellen Ausdruck fand, überrascht uns nicht. Denn Interessenausgleich durch Konfliktprävention, Menschenrechtsschutz und Mediation fördert Frieden und Sicherheit. Und genau dies sind die zentralen Bestandteile der Schweizer DNA. Sie bedeuten Solidarität und Stabilität!»

Die Schweiz hat den Multilateralismus zu einem wesentlichen Element ihrer Aussenpolitik gemacht. Sie ist stark in internationale Prozesse und Verhandlungen eingebunden. Sie ist Mitbegründerin, Mitglied oder Gastland zahlreicher Organisationen.


Die drei wichtigsten Prioritäten im Einzelnen

Frieden und Sicherheit

Den Weltfrieden und die internationale Sicherheit zu wahren, so lautet das oberste Ziel der UNO. Sicherheit bedeutet mehr als ein Zustand ohne Konflikte und Waffengewalt. Entwicklung, die Wahrung von Menschenrechten und der Schutz vor Umweltrisiken sind wichtige Voraussetzungen für dauerhaften Frieden und Sicherheit. Die Schweiz geniesst dank ihrer Neutralität, ihrer humanitären Tradition, ihrer Erfahrung und Expertise in der Friedensförderung hohe Glaubwürdigkeit und ist auf multilateraler Ebene eine gefragte Partnerin.

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UNO-Reform

«Die Schweiz braucht als kleines Land einen starken Multilateralismus. Die UNO zeigt nach 70 Jahren einige Ermüdungserscheinungen. Es braucht Reformen, damit die Organisation besser für die Anforderungen des 21. Jahrhunderts gewappnet ist. Die Welt braucht einen glaubwürdigen, schlanken und effektiven Multilateralismus», sagte Bundesrat Ignazio Cassis an der UNO-Generalversammlung im September 2018 in New York in Bezug auf das Engagement der Schweiz.

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Stärkung des internationalen Genf

Die Stärkung des internationalen Genf ist ein wichtiges Anliegen des Bundesrats. Die Stadt soll auch in Zukunft eine zentrale Plattform bieten können, auf der globale Themen diskutiert werden, die die Welt in den nächsten Jahrzehnten beschäftigen werden. Dazu gehören etwa die Fortschritte in der Genetik, die die medizinischen und landwirtschaftlichen Praktiken verändern, oder die Auswirkungen der künstlichen Intelligenz auf die Arbeit.

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