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Dez 04
VIDEO: Was denkt die Exekutivdirektorin von UN Women über die Stellung der Frauen in der Schweiz?

​Phumzile Mlambo-Ngcuka ist Exekutivdirektorin von UN Women, der Einheit der Vereinten Nationen für Gleichstellung und Ermächtigung der Frauen. Die Südafrikanerin war Anfang November 2018 zu Besuch in der Schweiz, um sich über die Bedeutung der Rechte der Frau, die wirtschaftliche und politische Beteiligung sowie die Führungsrolle der Frauen auszutauschen. Diese Themen bilden einen Schwerpunkt der Schweizer Aussenpolitik. UN Women unterhält in Genf ein Verbindungsbüro.

Phumzile Mlambo-Ngcuka engagierte sich schon immer für Menschenrechte, soziale Gerechtigkeit und Geschlechtergleichstellung. Sie war für Regierungen, den Privatsektor und die Zivilgesellschaft tätig. Sie engagierte sich namentlich aktiv im Kampf gegen die Apartheid in ihrem Heimatland. Seit 2013 ist sie Exekutivdirektorin von UN Women. Die UNO-Organisation fordert einen Frauenanteil von 50 Prozent in den Parlamenten der Welt. Heute sind die Frauen lediglich mit 23 Prozent vertreten. In der Schweiz liegt der Frauenanteil bei etwas mehr als 25 Prozent (Quelle). UN Women fordert ausserdem gleiche Löhne für Männer und Frauen. Frauen verdienen heute fast 23 Prozent weniger als Männer. In der Schweiz beträgt der Lohnunterschied 14 Prozent. (Quelle).

Was hält Phumzile Mlambo-Ngcuka von der Situation der Geschlechtergleichstellung in der Schweiz? Welche Botschaft hat sie als internationale Verfechterin für die Anliegen von Frauen für die Schweizer Bevölkerung? Zu diesen Fragen äusserte sie sich anlässlich ihres Besuchs in Bundesbern vor der Kamera von EDA interaktiv.

UN Women und die Schweiz

Die Schweiz anerkennt die Rechte von Frauen und Mädchen, die zentrale Rolle von Frauen für das Wirtschaftswachstum, aber auch das Bedürfnis von Frauen und Mädchen nach Schutz vor Gewalt. Entsprechend setzte sich die Schweiz 2010 massgeblich für die Gründung von UN Women ein und leistet bis heute einen namhaften Beitrag an den Erfolg der Agentur. Für die Anliegen der Schweiz erreicht UN Women eine wichtige globale Hebelwirkung. Aus diesem Grund war die Schweiz im Jahr 2017 die drittgrösste Geberin von Kernbeiträgen.

Dank dem Einsatz von UN Women ist es gelungen, in über sechzig Ländern Gesetze zu verabschieden oder zu ändern, um die wirtschaftlichen Rechte von fast 1,6 Milliarden Frauen zu stärken (Vergleichswert: 2012 waren es lediglich 15 Länder). Das Engagement der Schweiz innerhalb von UN Women trägt langfristig zu stabilen Gesellschaften und nachhaltigem Wachstum bei. Als stark globalisiertes und wirtschaftlich vernetztes Land ist die Schweiz für ihre Sicherheit und ihren Wohlstand auf ebendiese Stabilität angewiesen.

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